Die Rückkehr der Planeten

Kehren die Himmelskörper an genau die Stelle im Tierkreis zurück, an der sie standen, als wir geboren wurden, markiert dies den Abschluss eines wichtigen Zyklus – je nachdem, wofür die einzelnen Himmelskörper stehen. Aufgrund der sehr unterschiedlich großen Umlaufbahnen um die Sonne, kehren manche sehr viel öfter zurück, als andere. Für die Rückkehr des Neptun und Pluto, beispielsweise, ist ein Menschenleben nicht lang genug.

Von der Rückkehr (Return) eines Himmelskörpers spricht man, wenn er wieder die Position im Tierkreis einnimmt, die er im Moment der astrologischen Geburt hatte. Als dieser Moment gilt in der antiken Geburtsastrologie der Augenblick, in dem die Nabelschnur durchtrennt wird. Dieses Prinzip lässt sich nicht nur auf Menschen und Tiere anwenden, sondern auch auf den Erschaffungsmoment eines Projektes, die Gründung einer Organisation oder alles, was wir kreieren.

Bei der Rückkehr passiert der Himmelskörper in einem bestimmten Tierkreiszeichen genau den Grad, auf der sich damals befand – beispielsweise 25 Grad im Krebs. Jedes der zwölf Tierkreiszeichen wird dabei in dreißig astrologische Grad unterteilt. Planeten, die weiter entfernt von der Sonne sind, beispielsweise die sogenannten äußeren Planeten wie Saturn, Uranus, Neptun und Pluto, haben eine größere Umlaufbahn. Sie kehren daher seltener zurück als die sogenannten inneren Planeten wie Merkur, Venus oder Mars.

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Umlaufzeiten: Wie oft kehren die Himmelskörper zurück?

Der Mond kehrt jeden Monat einmal an dieselbe Position zurück. Sonne, Merkur und Venus brauchen ungefähr ein Jahr, um einmal durch den Tierkreis zu laufen. Mars kehrt ungefähr alle zwei Jahre zurück, während Jupiter – der nächste Planet hinter Mars – bereits ungefähr zwölf Jahre braucht.

Einer Rückkehr des Saturn, die ungefähr alle siebenundzwanzig bis dreißig Jahre erfolgt, wird in der Astrologie eines Menschen eine besondere Bedeutung beigemessen, da sie wichtige Lebensabschnitte markiert. Im Zusammenhang mit Saturn wird auch der Rückkehr des Kleinplaneten Chiron, die ungefähr alle fünfzig Jahre erfolgt, Beachtung geschenkt.

Eine Rückkehr des Uranus zu erleben, die ungefähr alle 84 Jahre erfolgt, ist heutzutage aufgrund deutlich gestiegener Lebenserwartungen durchaus realistisch für einen Menschen geworden. Neptun läuft in ungefähr 165 Jahren durch den Tierkreis und Pluto in 248 Jahren.

Alle Himmelskörper im Überblick:

  • Mond: Rückkehr jeden Monat I Verweilt ca. zwei Tage in einem Zeichen
  • Sonne: Rückkehr einmal im Jahr I Verweilt ca. einen Monat in einem Zeichen
  • Merkur: Rückkehr mind. einmal im Jahr (bei Rückläufigkeit öfter) I Verweilt ca. drei bis vier Wochen in einem Zeichen
  • Venus: Rückkehr ca. alle 11 bis 18 Monate I Verweilt ca. vier bis fünf Wochen in einem Zeichen
  • Mars: Rückkehr ca. alle zwei Jahre I Verweilt ca. sechs bis sieben Wochen in einem Zeichen
  • Jupiter: Rückkehr ca. alle 12 Jahre I Verweilt ca. 12 bis 13 Monate in einem Zeichen
  • Saturn: Rückkehr nach 27 – 30 Jahren I Verweilt ca. zweieinhalb bis drei Jahre in einem Zeichen
  • Uranus: Rückkehr alle 84 Jahre I Verweilt ca. sieben bis acht Jahre in einem Zeichen
  • Neptun: Rückkehr alle 165 Jahre I Verweilt ca. 13 bis 14 Jahre in einem Zeichen
  • Pluto: Rückkehr alle 248 Jahre I Verweilt ca. 12 bis 30 Jahre in einem Zeichen

Der Wechsel des Pluto Ende 2024 aus dem Steinbock, den er sechzehn Jahre durchlief, in den Wassermann, wo er sich ungefähr zwanzig Jahre befinden wird, markierte eine bedeutende Energieverlagerung aus dem weiblichen, initiierenden Erdzeichen Steinbock in das männliche, fixe Luftzeichen Wassermann. Für jemanden mit einem starken Steinbock- und/oder Wassermann-Einfluss (z.B. Sonnenzeichen, Mondzeichen, Aszendent) könnten große Veränderungen im Leben erfolgt sein. Aber auch alle deren, dürften diese Energiebewegung in bestimmten Lebensbereichen gespürt haben, die bei ihnen in den Tierkreiszeichen Steinbock und Wassermann stehen.

Die Rückkehr des Saturn – der große Lehrmeister

Der Rückkehr des Saturn wird in der Astrologie eine immense Bedeutung beigemessen. Saturn gilt als der Herrscher der Zeit und der große Lehrmeister. Er schenkt oder verabreicht – je nachdem – uns Realitätschecks, um uns auf unseren wahren Seelenweg zu navigieren. Saturn ist streng. Im Laufe eines Menschenlebens durchlaufen wir diese Reifeprozesse meist in drei großen Abschnitten:

  • Die erste Saturn-Rückkehr (mit ca. 27 – 30 Jahren): Diese Phase markiert den endgültigen Übergang in das Erwachsenenleben. Oft bedeutet es, dass Menschen ihre Karriere festigen, eine Familie gründen und bewusst Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.
  • Die zweite Saturn-Rückkehr (mit ca. 56 – 59 Jahren): In dieser Phase lassen Menschen oft das Arbeitsleben hinter sich, die Kinder verlassen das Haus. Eine Zeit tiefer Reflexion beginnt, mit der Frage: Was kommt als nächstes, was möchte ich hinterlassen?
  • Die dritte Saturn-Rückkehr (mit ca. 84 – 87 Jahren): Wer diesen Meilenstein erleben darf, blickt auf ein langes Leben zurück. Die Astrologie sagt, dass sich in diesem Alter der Blick mit allem, was erfahren und gelernt wurde, auf ein nächstes Leben richtet, denn in der Ordnung der Sterne, die ein ewiger Kreislauf ist, endet nichts.
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Die Rückkehr des Chrion – tiefste Heilung

Chiron kehrt nur ungefähr alle fünfzig Jahre zurück und markiert im Leben eines Menschen einen der bedeutendsten Wendepunkte. Der Rückkehr des „verwundeten Heilers“, wie Chiron in der antiken Mythologie genannt wird, findet die genau zwischen der ersten und der zweiten Saturn-Rückkehr stattfindet, wird in der Astrologie ebenfalls große Bedeutung beigemessen.

Wer ist Chiron? Der Selbstheiler

In der griechischen Mythologie ist Chiron der weise, verwundete Heiler, der zwar anderen helfen, seine eigenen Wunden jedoch nicht heilen konnte. In der Astrologie symbolisiert er unsere tiefsten Verletzung aus der Kindheit oder sogar früheren Leben – aber auch unsere größte Fähigkeit zur Selbstheilung. Chiron zeigt uns unsere tiefsten Wunden, die als Scham, Schuld und größte Unsicherheiten in uns schlummern, damit wir uns ihnen stellen und uns frei von ihnen machen können. So können wir sie zur Quelle unserer Kraft wandeln.

Brücke zwischen dem Alten und dem Neuen

Chiron umkreist die Sonne auf einer stark elliptischen und geneigten Bahn, so dass er die Umlaufbahnen von Saturn und Uranus kreuzt. Man sagt, er baut die energetische Brücken zwischen beiden. Während Saturn in der physischen Welt über Materialismus und Strukturen sowie dem Funktionieren herrscht und uns zeigt, wie wir Disziplin, Logik und Vernunft einsetzen, fordert Uranus ihn heraus. Saturn schützt das Etablierte und Alte, will es erhalten, Uranus will es niederreißen, damit Neues entstehen kann. Chiron, der für Ausgewogenheit, Heilung und Introspektive steht, vermag es, die das positive der beiden gegensätzlichen Konzepte zu vereinen.

Chiron wurde im Jahr 1977 als erster der sogenannten Kentauren-Gruppe entdeckt, bei der es sich um Asteroiden-große Kleinplaneten handelt, die die Bahnen der Innen- und Außenplaneten kreuzen.

Jahrgänge 1968 – 1977: Der Chiron-Shift

Aufgrund seiner stark elliptischen Umlaufbahn verbringt Chiron sehr unterschiedliche Zeitspannen in den einzelnen Tierkreiszeichen. In den sonnenfernsten Zeichen wie Fische und Widder verweilt er sieben bis acht Jahre. In sonnennahen Zeichen wie Jungfrau und Waage dagegen nur eineinhalb bis zwei Jahre.

Im Juni 2026 wechselt Chiron nach acht Jahren aus dem Widder in den Stier, was für jeden in bestimmten Lebensbereichen eine lange Phase der Heilung zu einem Ende bringt. Besonders spürbar ist dieser Wechsel jedoch für die Jahrgänge 1986 bis 1977, da Chiron bei ihrer Geburt ebenfalls im Widder stand. Diese Generation schließt damit ihre Chiron-Rückkehr und damit einen fundamentalen Heilungszyklus und eine innere Transformation ab.

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