Die 12 Sternzeichen

Keines der zwölf Tierkreiszeichen bzw. Sternzeichen ist wie das andere und gleichzeitig sind sie über ihre Elemente, Modalitäten und Geschlechter verbunden – manchmal auch durch Gegensätzlichkeit.

Die Astrologie unterteilt das Universum von der Erde aus betrachtet in einen Kreis aus zwölf gleich großen Teilen, die wiederum in jeweils dreißig Grad unterteilt sind. Diese zwölf Teile des Kreises sind als Tierzeichen beschrieben. Der Tierkreis beginnt im Zeichen Widder, dem jüngsten und endet im Zeichen Fische, dem ältesten. Die Reihenfolge der Tierkreiszeichen ist von Bedeutung, da jedes aufeinander aufbaut und nach Element, Geschlecht und Modalität gruppiert ist. Bei der Zuteilung nach Geschlechtern handelt es sich vor allem um eine numerische Betrachtung, wobei die Tierkreiszeichen mit ungerader Position männlich zugeteilt werden und die mit gerader Position weiblich. Geschlechtsunspezifisch könnte man die mit ungerader Position (männlich) auch als nach außen gekehrt und die mit gerader Position (weiblichen) als nach Innen gekehrt bezeichnen.

Im Folgenden werden die zwölf Zeichen entsprechend ihrer Position im Tierkreis vorgestellt, beginnend mit Widder, dem jüngsten, und endend mit Fische, dem ältesten.

Widder – wildes Urkind

Der Widder eröffnet als erstes Zeichen den astrologischen Tierkreis. Wie alle Feuerzeichen ist er dem männlichen Prinzip zugeordnet – er agiert proaktiv, impulsiv und nach außen gerichtet. Von den drei Sternzeichen im Element Feuer ist Widder, regiert von Kriegsgott Mars, vielleicht das wildeste. Seine innere Dynamik (Modalität) ist kardinal: den Widder drängt es, voran zu preschen und Neues initiieren. Er will im Hier und Jetzt agieren – und das am liebsten sofort und ohne Scheu vor Konsequenzen. Seine Lernaufgabe ist es, Geduld zu entwickeln und zu verstehen, dass Handlungen Konsequenzen haben.

Stier – treuer Genießer

Als zweites Zeichen im Tierkreis ist Stier das erste Erdzeichen und wie alle Erdzeichen dem weiblichen Geschlecht zugeordnet – empfangend, geduldig, abwartend. Stiere sind geduldig und können abwarten, um Dinge aus sich heraus reifen zu lassen. Zusätzlich ist seine innere Dynamik (Modalität) fix: den Stier bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Er vermeidet unnötigen Stress – für sich selbst und für sein Umfeld. Stiere genießen die materielle Welt, ihre fünf Sinne und all das Schöne im Leben. Passend zu ihrem Herrscherplaneten Venus, dem Planeten der Liebe und Ästhetik, wägen sie genau ab, wofür sie ihre Energie einsetzen. Sie wollen für ihren Einsatz gelobt und belohnt werden. Als treue Familienmenschen bauen sie geduldig an einer gemeinsamen Sicherheit. Ihre Lernaufgabe: Sich nicht in Bequemlichkeit, Routine und Trägheit zu verlieren.

Zwillinge – umtriebiger Netzwerker

Als drittes Zeichen im Tierkreis ist Zwillinge das erste Luftzeichen und wie alle Luftzeichen dem männlichen Prinzip zugeordnet – aktiv, dynamisch, nach außen gerichtet. Dies kombiniert mit der fließenden Modalität (innere Dynamik) macht Zwillinge zum anpassungsfähigsten der Luftzeichen. Bewegung, Abwechslung und soziale Interaktion schenken ihm Kraft. Ganz im Sinne seines Herrscherplaneten Merkur ist der Austausch seine Meisterdisziplin. Zwillinge sprühen vor Ideen und wollen ununterbrochen darüber sprechen; besonders die digitale und elektronische Kommunikation liegt ihnen im Blut. Da Zwillinge als Zeichen der zwei Gesichter gilt, wird ihm oft eine gewisse Zwiespältigkeit nachgesagt – auch, weil er Gefühle geschickt unter der logischen Oberfläche zu verstecken vermag. Seine Lernaufgabe für stabile Beziehungen: Verlässlichkeit zu kultivieren und den eigenen Versprechen auch Taten folgen zu lassen.

Krebs – beschützender Fürsorger

Als viertes Zeichen im Tierkreis ist Krebs das erste Wasserzeichen und damit dem weiblichen Prinzip zugeordnet. Diese Energie ist nach innen gerichtet, zutiefst empathisch und empfangend. Aufgrund der kardinalen inneren Dynamik (Modalität) unterscheidet sich Krebs von den anderen Wasserzeichen. Er wird vom Mond regiert, der in der Astrologie für unsere Gefühlswelt und das archetypische Prinzip der Mutter steht. Krebse initiieren emotionale Bindungen. Sie geben und suchen Fürsorge, ein sicheres Zuhause, Schutz und Geborgenheit. Krebs-Geborene besitzen eine immense emotionale Intelligenz und fühlen die Stimmungen ihrer Mitmenschen hautnah – manchmal so sehr, dass es ihnen schwerfällt, sich selbst davon abzugrenzen. Ihr Lernfeld: Sich selbst in anderen Gefühlen nicht zu verlieren und in Beziehungen nicht launisch, schmollend und defensiv zu reagieren, wenn sie sich verletzt fühlen.

Löwe – strahlendes Ich

Als fünftes Zeichen im Tierkreis und zweites Feuerzeichen steht der Löwe stolz in der Mitte des Sommers. Als Feuerzeichen ist er dem männlichen Prinzip zugeordnet: proaktiv, impulsiv und nach außen gerichtet. Seine innere Dynamik (Modalität) ist fix. Er schätzt Beständigkeit, Loyalität und mag plötzliche Veränderungen überhaupt nicht. Regiert von der Sonne, die unser inneres Selbst und das Ego repräsentiert, ist der Löwe stark auf seine eigene Verwirklichung gerichtet. Er strebt danach, seinem wahren Kern zu entsprechen, sich selbst zu feiern und sein bestmögliches Ich zu finden. Seine Lernaufgabe: Aufpassen, sich nicht im eigenen Stolz zu verlieren und sein Ego nicht auf destruktive Weise die Oberhand gewinnen zu lassen.

Jungfrau – meisterhafte Analystin

Als sechstes Zeichen im Tierkreis und zweites Erdzeichen ist Jungfrau den Luftzeichen am ähnlichsten. da sie sich ihren Herrscherplaneten Merkur mit dem Luftzeichen Zwillinge teilt. Merkur, der mythologische Götterbote, steht in der Astrologie für den Verstand, das logische Denken und das Verstehen. Wie alle Erdzeichen ist Jungfrau dem weiblichen Prinzip zugeordnet: nach innen gerichtet, zutiefst empathisch und empfangend. Aufgrund ihrer fließenden inneren Dynamik (Modalität) gilt Jungfrau als das anpassungsfähigste der Erdzeichen. Jungfrauen sind überaus gewissenhafte Charaktere, die nach Perfektion streben. Sie lieben die Detailarbeit und wissen, dass wahre Brillanz aus Sorgfalt geboren wird. Ihre Lernaufgabe: Nicht sich und ihr Umfeld mit übertriebenem Perfektionismus in den Wahnsinn zu treiben, wenn er in übermäßige und blockierende Kritik ausartet.

Waage – die Friedensstifter

Als siebtes Zeichen im Tierkreis und zweites Luftzeichen ist Waage wie alle Luftzeichen dem männlichen Prinzip zugeordnet: proaktiv, nach außen und auf Handeln gerichtet. Passend zur kardinalen inneren Dynamik (Modalität) gilt Waage als Initiator und setzt Impulse für Harmonie. Passend zum Element Luft und dem Herrscherplaneten Venus ist sie die Friedensstifterin des Tierkreises. Sie besitzt die seltene Fähigkeit, der Perspektive ihres Gegenübers echten Raum und Berechtigung zu geben. Als Diplomatin strebt sie den Austausch auf Augenhöhe an und findet Kompromisse, wo andere scheitern – und sie sieht diese nicht als Notlösung, sondern als Ideal an. Diese Gabe des Abwägens kann Waagen jedoch zögerlich machen. Entscheidungen zu treffen, fallen ihnen oft nicht so leicht. Ihre Lernaufgabe: Aus dem Bauch heraus zu handeln und den Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Skorpion – angstloser Tiefseetaucher

Als achtes Zeichen des Tierkreises und zweites Wasserzeichen ist Skorpion dem weiblichen Prinzip zugeordnet: nach innen gerichtet, abwartend, sensibel. Gleichzeitig ist Skorpion das feurigste unter den Wasserzeichen, da es vom Tatkraft-Planeten Mars und vom Transformator Pluto regiert wird. Pluto, der Gott der Unterwelt, will die volle Wahrheit an die Oberfläche bringen, während Mars furchtlos voranschreitet. Diese Kombination macht die Gefühlswelt des Skorpions zu einer brodelnden Substanz. Er verabscheut Oberflächlichkeit und sucht kompromisslose Tiefe. Wer ihn nicht versteht, hält ihn oft für undurchsichtig. Doch man tut ihm unrecht: Seiner fixen Modalität entsprechend ist der Skorpion bedingungslos loyal und treu – wenn man seinen inneren Kreis erreicht hat. Wer sein Vertrauen missbraucht, bekommt die Kälte des Exils radikal zu spüren.da es besitzt eine fixe innere Dynamik (Modalität): Skorpion – der angstlose Tiefseetaucher (fixes Wasserzeichen): Der Skorpion ist das wohl intensivste und am häufigsten missverstandene Zeichen des Tierkreises. Unter den Wasserzeichen ist er das feurigste,

Schütze – der Visionär

Als neuntes Zeichen im Tierkreis steht das dritte und letzte Feuerzeichen am Ende der Jahreszeit. Wie alle Feuerzeichen dem männlichen Prinzip zugeordnet, lieben Schützen aktives Handeln. Gleichzeitig besitzen sie entsprechend ihrer inneren Dynamik (Modalität) die natürliche Fähigkeit des Loslassens und der Transformation. Schützen gelten als anpassungsfähige Visionäre. Sie können sich hervorragend an neue Umstände anpassen. Von Grund auf optimistisch gestimmt, sehen sie in jeder Situation stets zuerst die Chancen und erst danach die Risiken. Regiert vom Großmacher Jupiter, zelebriert der Schütze das Leben, das Wissen und alle Genüsse. Seine Lernaufgabe: Ein gesundes Maß zu finden, Versprechen auch einzuhalten und sich nicht in mentalen oder physischen Exzessen zu verlieren.

Steinbock – ambitionierter Architekt

Als zehntes Zeichen im Tierkreis und letztes Erdzeichen ist Steinbock wie alle Erdzeichen dem weiblichen Prinzip zugeordnet: nach innen gerichtet und abwartend. Seiner kardinalen Modalität (innere Dynamik) entsprechend ist der Steinbock ein geordneter Initiator und der härteste, erfolgsorientierteste Arbeiter des Tierkreises. Ganz im Sinne seines strengen Herrscherplaneten Saturn kultiviert er Fleiß, Pflichtbewusstsein und enorme Beharrlichkeit. Auch im Privatleben geht er beständig, treu und zielstrebig vor, wobei Tradition und Erwartungen anderer eine große Rolle spielen können. Saturn repräsentiert bestehende Strukturen und Hierarchien. Seine Lernaufgabe: Aktiv darauf zu achten, sich selbst und den Partner nicht rein auf Karriere, Leistung und gesellschaftlichen Status zu reduzieren.

Wassermann – visionärer Freigeist

Als elftes Zeichen im Tierkreis und letztes Luftzeichen ist Wassermann das Freigeist-Zeichen schlechthin. Wie alle Luftzeichen ist Wassermann dem männlichen Prinzip (aktiv, nach außen gerichtet) zugeordnet und hinsichtlich seiner inneren Dynamik fix (loyal, veränderungsscheu). Den Wassermann treibt das tiefe Streben nach gesellschaftlichem, humanitären und technologischem Fortschritt an. Die Welt der visionären Ideen ist sein wahres Zuhause. Wassermann-Geborene gelten als Menschenfreunde, die Gemeinschaften und soziale Netzwerke lieben. In ihrer Brust schlagen zwei mächtige, gegensätzliche Herrscherplaneten, die es in Einklang zu bringen gilt: Saturn fordert Strukturen, Regeln und Disziplin, während Rebellen-Planet Uranus alles einreißt, was einengt. Diese Dynamik macht den Wassermann zu einem treuen, aber absolut unkonventionellen Partner, der gängige Beziehungsstrukturen gerne mutig neu definiert.

Fische – verträumte Mystikerin

Fische sind das letzte Wasserzeichen des Tierkreises und als letztes Zeichen im Tierkreis überhaupt das älteste. Es heißt, Fische tragen die spirituelle Weisheit aller vorherigen elf Zeichen des Tierkreises in sich und spüren intuitiv, dass dies nicht ihr erstes Leben ist. Eigentlich wollen sie gar nicht auf Erden wandeln, sondern ganz anderen Dimensionen. Als spirituellstes Zeichen haben sie eine Verbindung zu höheren Ebenen, heißt es. Wie alle Wasserzeichen dem weiblichen Prinzip zugeordnet, sind Fische hochsensibel und vor allem nach innen gerichtet. Ihre innere Dynamik (Modalität) ist fließend: Fische können loslassen, Veränderungen machen ihnen keine Angst. In ihnen verbinden sich die Fähigkeiten und Herausforderungen ihrer beiden herrschenden Planeten: Neptun, der alles erträumen kann und Großmacher Jupiter, der Grenzenloses möglich macht. Hier liegt ihre Herausforderung: Sich nicht in der Welt der Träume zu verlieren und mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben, zumindest so weit, dass sie in der Lage sind, in der physischen Welt etwas aufzubauen. Fische sind extrem sensible Partner, die sich aufopferungsvoll kümmern. Für dieses fließende Zeichen ist es überlebenswichtig, gesunde Grenzen zu setzen, um sich nicht im Gegenüber aufzulösen.

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